Sie befinden sich hier: 
WILLKOMMEN  VERANSTALTUNGEN  TRIATHLON DER EINSATZKRÄFTE

Triathlon der Einsatzkräfte

Mitteilung - Absage 2019

Der Vorstand des Triathlons der Einsatzkräfte hat auf Grund der immer noch nicht geklärten Straf- und zivilrechtlichen Haftungsfragen bei Sportveranstaltungen in seiner Sitzung vom 6.3.2019 beschlossen, die Veranstaltung „Triathlon der Einsatzkräfte“  vorerst für das Jahr 2019 auszusetzen.

Nach dem Sturz und einer schweren und folgenreichen Verletzung eines Teilnehmers am Kärntner Radmarathon am 6.7.2016 , einer touristischen Veranstaltung, wurde gegen den für die Radstrecke verantwortlichen Organisator des Radmarathons Anklage wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung erhoben. Im Zuge des Gerichtsverfahrens wurden unter anderem die Unterschiede zwischen dem Radmarathon und Rennen erläutert.

Beim Radmarathon handelt es sich um eine radtouristische Veranstaltung, bei der jedenfalls die StVO die volle Gültigkeit hat, weil auch die Strecke nicht gesperrt ist und die Veranstaltung unter Verkehr stattfindet. Die Teilnehmer haben jederzeit mit Hindernissen  zu rechnen. Die Veranstaltung richtet sich hauptsächlich an Urlauber und Hobbyfahrer, die gefahrenen Geschwindigkeiten sind entsprechend geringer. Für Lizenzfahrer des Österreichischen Radsportverbandes muss für eine Teilnahme eine entsprechende Freigabe des Österreichischen Radsportverbandes vorliegen.

Bei Radrennen wird die gefahrene Strecke gesperrt, die Platzierung im Endklassement ist für die Teilnehmer von großer Bedeutung. Mit Hindernissen ist seitens der Teilnehmer nicht zu rechnen.

In erster Instanz kam es für den Angeklagten zu einem Freispruch, weil laut Aussagen der Sachverständigen mit einem solchen Hindernis zu rechnen gewesen wäre. Auch der Unterschied zwischen Radmarathon und Rennen wurde als wesentlich für die Beurteilung der Sorgfaltspflicht angesehen.

Die Staatsanwaltschaft hat gegen diese Entscheidung volle Berufung eingelegt.

Der überwiegende Teil der radtouristischen und Renn-Veranstaltungen wird von Vereinen mit ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Idealismus und Freude für ihren Sport veranstaltet. Wirtschaftliche Interessen liegen keine vor. Zeitliche und teilweise auch finanzielle Aufwendungen werden nicht abgegolten.

Für uns als verantwortliche Veranstalter des Triathlons der Einsatzkräfte ist die derzeitige rechtliche Unsicherheit bei Sportveranstaltungen untragbar und wir sind nicht bereit, unter der ständigen Sorge vor straf- und zivilrechtlichen Folgen unsere Freizeit zur Verfügung zu stellen.

Unmittelbar nach dem tragischen Unfall beim Kärntner Radmarathon wurden seitens der Politik Aktivitäten und rechtliche Regelungen zur Absicherung der Veranstalter angekündigt; auch sollte die Eigenverantwortung der Teilnehmer rechtlich in den Vordergrund gerückt werden. Es ist leider bei Ankündigungen geblieben!

Von unserer Seite ergeht an die Politik in allen Ebenen die Bitte, im Zuge der Diskussion der Eigenverantwortung von Wanderern auf unseren Almen auch die Eigenverantwortung bei der Teilnahme an Sportveranstaltungen festzuschreiben und für die Veranstalter die straf- und zivilrechtliche Haftung zu begrenzen. Diese angesprochene Eigenverantwortung sollte im Übrigen für viele Lebenslagen und Umstände wieder mehr in den Vordergrund gelegt werden.

 

Hochachtungsvoll

Josef Krammer

 

Dipl.-Ing. Horst Tuppinger

 

Hellmuth Koch

Kassier

 

Obmann

 

Schriftführer

Brief